Im Rahmen des Festivals „Literatursommer – 60 Jahre Literatur in und aus Baden-Württemberg“

 

Heimat ist...

Irgendwo in Baden-Württemberg: Namhafte Autoren und Autorinnen schildern, was sie hier schätzen oder nur schwer ertragen können, geraten ins Schwärmen, werden bitter böse oder beides zugleich. Heimat und Heimatlosigkeit, Zugehörigkeit und Fremdheit spiegeln sich in starken Texten der vergangenen sechzig Jahre bis heute – poetisch, satirisch, provokativ und dokumentarisch. Von Marie Luise Kaschnitz’ „Beschreibungen eines Dorfes“ über die kritische Heimatliebe Martin Walsers und Arnold Stadlers und den großen, früh verstorbenen Schwarzwälder Thomas Strittmatter zu in Freiburg lebenden AutorInnen wie dem Schwaben Karl-Heinz Ott und der Chinesin Jun Lin, dreht sich das Wörter-Kaleidoskop, durch das wir einen immer neuen, eigenwilligen Blick auf eine Gegend werfen, die wir längst zu kennen glauben – und auf ihre Menschen, für die Natur und schöne Landschaft nicht alles sind, um glücklich zu sein.

Im Dialog mit teils fragilen, teils spannungsvollen, ungestümen Partituren aus sechs Jahrzehnten, entsteht aus Musik und Sprache eine atmosphärisch dichte Meditation über den Heimatbegriff, dessen Grenzen und Fragwürdigkeit. Kompositionen der „Baden-Württemberger“ Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm u.a., sowie eigens für dieses Projekt geschriebene Stücke der jüngeren Komponistengeneration von Oliver Sascha Frick und Caspar Johannes Walter werden zur (Ur-) Aufführung kommen.

Von und mit ensemble cross.art und Susanne Fritz.
Susanne Fritz (Sprecherin)
Michael Speer (Sprecher)
Junko Yamamoto (Klavier)
Céline Papion (Violoncello)

Im Rahmen des Festivals „Literatursommer – 60 Jahre Literatur in und aus Baden-Württemberg“ mit freundlicher Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg und des Kulturamts der Stadt Freiburg.